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murlingengasse
Blocksanierung Murlingengasse
(Wien, Österreich), Konzept, 2010-2011

Programm: Blocksanierungskonzept
Klient: Wohnfonds Wien - Fonds für Wohnbau und Stadterneuerung
Partner: M.Arch. Christian Kronaus
Konsulent: DI Baert
Mitarbeit: Stefanie Privoznik, Alex Mayer,
Sophie Tombleson
Die Strategie für die das "Blocksanierungsbebiet Murlingengasse" besteht aus 4 Kompenenten, die integrativ ineinander greifen, und bessere Rahmenbedingungen für eine schrittweise, sanfte Strukturerneuerung schaffen sollen.

1. Strassenraum als Impuls zur Erneuerung, um die Bedürfnisse der Bewohner und Fußgänger, des Fahrzeugverkehrs, und der Parkplatzanforderungen aufeinander abzustimmen wird oft die Idee des "shared space" angewendet. Die Strassen werden von den Bewohnern als Hauptproblem genannt, und werden deshalb als zentrales Element der Blocksanierung behandelt.

2. Eine Entsiegelung des Gebiets um ca. ist 20% ist anzustreben, das momentane Level liegt bei 91%, das ist um 50 % höher als der Druchschnitt bezogen auf ganz Wien. Weiters soll es eine Reduktion der "impervious" Oberflächen geben, sowie eine Verbesserung des Regenwasser-Managements.

3. Erhöhung der nutzbaren Grünflächen. Studien haben ergeben, dass der Grünflächenanteil in der direkten Umgebung der Bewohner einen signifikanten Einfluß auf den physischen und mentalen Gesundheitszustand ausübt. Im Sanierungsgebiet gibt es kleine Grüninseln oder den Wilhelmsdorfer Park, welcher nur 5 Minuten Gehweg entfernt ist für ca 50 % der Bewohner.

4. In der bestehenden Flächenwidmung wird eine Erhöhung der Dichte vorgesehen, die in Bezug auf die Zentralität des Gebietes und seine gute infrastrukturelle städtische Anbindung mehr als gerechtfertigt ist. Es sollen die Trauf- und Firsthöhen des Blockes vereinheitlicht werden, genauso wie ein Ausräumen der Hofbebauungen forciert werden soll.