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urban gender
Urban Gender
(Wien, Österreich), Studie, 2007-2008

Programm: Urban Gender Studie
Klient: MA 57, Leitstelle für Alltags- und Frauengerechtes Planen und Bauen, Stadtdirektion Wien
Mitarbeit: Karin Dobbler
In der folgenden Untersuchung soll ein Überblick darüber gegeben werden, ob und wie eine Stadtplanung mit Gender- Aspekt im englischsprachigen Kontext diskutiert und praktiziert wird, so dass mögliche neue Vorgaben für die Stadt Wien ermittelt werden können.

Die Ziele waren wie folgt definiert:
-neu angewandte Theorien, Projekte und/oder Methoden aus der englischsprachigen Literatur über Planung und Städtebau, in der der Gender-Aspekt und sozialer Gerechtigkeit Beachtung finden, aufzuzeigen.
-in Planung befindliche und/oder bereits fertig gestellte Projekte, welche in Hinblick auf ihre Bemühungen für und Auswirkungen auf Gender Mainstreaming überprüft werden können, zu ermitteln.
-die Suche nach getesteten Bewertungsmethoden, welche für Stadtplanung und städtebauliche Projekte angewandt werden können.

Letztendlich konnten weder spezifische Methoden für die Entwicklung eines städtebaulichen Plans unter Einbeziehung von Gender Mainstreaming noch spezifische Bewertungstechniken für Gender Mainstreaming und Stadtplanung gefunden werden. Es konnten jedoch einige neu erschienene Aufsätze und Bücher über Planung und Städtebau ausfindig gemacht werden, die aufgelistet und, wenn möglich, auch angekauft wurden.

Die Arbeit konzentrierte sich auf Literatur- und Internetrecherchen, so wie auch auf einige kurze persönliche Interviews und kann in die folgenden drei Hauptabschnitte unterteilt werden:
1) Theoretische Abhandlungen über Gender und Stadtplanung: Welche Literatur ist zu diesem Thema erschienen? Wer sind die wichtigsten AutorInnen in der englischsprachigen Welt und welche Hauptthemen werden behandelt?
2) Regierungspolitik: Welche politischen Richtlinien stehen Stadtregierungen bezüglich des Gender-Aspekts im städtischen Raum und insbesondere für Stadtbauprojekte zur Verfügung? Welchen Einfluss haben diese auf die professionelle Praxis genommen?
3) Bewertung, Methoden und Projekte: Einige Beispiele für optimales Verfahren und für Bewertungsmethoden, hauptsächlich aus Großbritannien, wurden beschrieben und einbezogen. Einige neue und junge Projekte wurden aufgezeigt und relevante Informationen darüber zusammengestellt. Eine Auswahl dieser Projekte wurde ausführlicher beleuchtet und analysiert. Zusätzlich wurden auch einige innovative Methoden aus Planung und Städtebau berücksichtigt.